European Media Art Festiaval Osnabrück

„PUSH“ lautet das Motto des EMAF 2017

PUSH | Leben in Zeiten der Hyperinformation

// Push-Meldungen, Status- und News-Updates, Social Bots und Hasskommentare - ständig blitzen und blinken die Smartphones und Bildschirme. Der öffentliche Raum wird schon seit jeher von Verlautbarungen, Warnungen und Spektakelbildern durchdrungen. Heute erleben wir eine Steigerung des Input-Drucks – schließlich ist jeder gleichzeitig Empfänger, Produzent und Sender. Die öffentliche Meinung wird von permanenter Information und Desinformation geprägt. Die Folge: Unterschiede zwischen öffentlichem und privatem Raum verschwinden, scheinbar gesicherte Standpunkte lösen sich auf, Populisten halten Einzug in die Parlamente.

Diese beschleunigte, lärmende Kommunikationsspirale, das aufdringliche Rauschen der Medien und die Suche und Sucht nach medialer Aufmerksamkeit versetzen uns in eine „postfaktische“ Zeit, in der auch die Demokratie um ihre Grundwerte bangen muss. Dabei ist jeder User in und außerhalb von Filterblasen auf der Suche nach der eigenen Wahrheit, die durch die Frequenz der Push-Meldungen beeinflusst wird.

Mit aktuellen künstlerischen Positionen und begleitenden Talks lichtet das EMAF in seiner 30. Auflage den dichten, scheinbar undurchdringlichen Informationsdschungel, durch den der einzelne Medienuser seinen Weg finden muss - ohne die Pläne der Algorithmen zu kennen.

Wir freuen uns, Sie in den kommenden Wochen und Monaten auf dem Laufenden halten zu dürfen und Sie im April in Osnabrück zu begrüßen.

Kurzfilmtag am 21.12.2016

Am kürzesten Tag des Jahres wird der kurze Film in seiner ganzen Vielfalt, Kreativität und Experimentierfreude am bundesweiten Kurzfilmtag in 90 Städten in ganz Deutschland gefeiert. In Osnabrück beteiligen sich das European Media Art Festival und das Filmtheater Hasetor mit dem Programm:

Golden Shorts:
Kurzfilm Highlights 2016

The Future of Visions

Don't Expect anything

Das 29. European Media Art Festival fragte nach der Bedeutung und Wirkung von Zukunftskonzepten. Selbstverständlich sind der Blick in die Zukunft, das Erstellen von Entwürfen und Szenarien, die Spekulation und die Vision notwendige Schritte zur Debatte der Gestaltung der Gesellschaften, ihrer Ökonomien und Kulturen.
Aber genauso selbstverständlich wurde gefragt: Wer stellt diese Visionen auf, wer könnte an der Umsetzung dieser Pläne Interesse haben und wem dienen diese Konzepte eigentlich?

About EMAF

Das EMAF zählt zu den bedeutendsten Foren der internationalen Medienkunst. Als Treffpunkt für Künstler, Kuratoren, Verleiher, Galeristen und Fachpublikum prägt es entscheidend die Thematik, Ästhetik und Zukunft der medialen Kunst. Das Festival bietet einen aktuellen und historischen Überblick mit einem Programm aus Experimentalfilmen, Installationen, Performances, digitalen Formaten und hybriden Formen.

Artist Talks beim EMAF 2016

Søren Lind, Jennifer Lyn Morone, Verena Friedrich, Rotraut Pape und Britta Thie luden zum "Artist Talk" in die Kunsthalle.

Britta Thie: "Translantics"Britta Thie: "Translantics"
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