European Media Art Festiaval Osnabrück

Pressemitteilungen

Pressemitteilung

European Media Art Festival, 22. - 26. April 2015

Die Preise

Mit einer sehr unterhaltsamen Preisverleihung ist das 28. European Media Art Festival mit dem Thema „Ironie – subversive Interventionen“ am Sonntag Abend, 26. April, zu Ende gegangen. Vier Auszeichnungen mit einem Preisgeld von insgesamt 8500 Euro wurden von zwei Jurys aus einer Auswahl von knapp 170 künstlerischen Werken vergeben.



Von der internationalen Jury, bestehend aus Abina Manning (USA), Olaf Stüber (D) und Peter Zorn (D), wurden dabei folgende Preise verliehen:

Der EMAF Award prämiert richtungsweisende Arbeiten der Medienkunst und wurde mit einem Preisgeld von 3000 Euro in diesem Jahr an Emily Vey Duke und Cooper Battersby für ihr Projekt „Dear Lorde” (CA, 2015) verliehen, dass in der Ausstellung des Festivals zu sehen ist.
 
Der ARTE Creative Newcomer Award ging in diesem Jahr an Kevin B. Lee und seinen Film „Transformers: The Premake (a desktop documentary)“ (US, 2015, 25:00 Min). Das Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro unterstützt den Gewinner bei der Realisierung einer neuen Arbeit, die dann bei ‚ARTE Creative‘ und beim EMAF 2016 präsentiert wird.

 

 

 

Der Dialogpreis des Auswärtigen Amts zur Förderung des interkulturellen Austauschs ging mit einem Preisgeld von 2000 Euro zu gleichen Teilen an zwei verschiedene Projekte: Zum einen an den Film „La Fièvre“ (F 2015, 40:00 Min) von Safia Benhaim, der zweite Teil geht an Georg Klein für sein Projekt „Euopean Border Watch“ (D 2007 – 2015).

Der Jury des Verband der Deutschen Filmkritik (VDFK e.V.) gehörten Dr. Günter Agde, Ruth Schneeberger und Carolin Weidner an.
Sie vergab den EMAF-Medienkunst-Preis des VDFK für eine herausragende deutsche Arbeit, dotiert mit 1000 Euro. Er wurde in diesem Jahr an die Künstlerin Verena Westphal und ihren Film „sry bsy“ (D 2015, 3:23 Min) vergeben.
 Zudem formulierte die Jury der deutschen Filmkritik eine lobende Erwähnung für Stephan Köperl und Sylvia Winkler und ihren Film „Smart Songdo Song“ (KR/D 2015, 5:30 Min).

Das EMAF gratuliert allen Gewinnern recht herzlich und bedankt sich bei den Jurys für die gute Zusammenarbeit!

Für weitere Infos kontaktieren Sie bitte Kerstin Kollmeyer unter  presse(at)emaf.de.

Jury-Kommentare und Filmstills

Pressemitteilung

European Media Art Festival, 22. - 26. April 2015

Ironie in der Medienkunst – Subversive Interventionen

Ironische Interventionen und die kleinen und großen Rebellionen in der Medienkunst sind in diesem Jahr Thema des 28. European Media Art Festival vom 22. bis 26. April 2015 und in der begleitenden Ausstellung vom 22. April bis 25. Mai 2015.

Das Spektrum der Ironie in der Medienkunst ist breit und ihr Kosmos riesig. Sie dient nicht nur der hintergründigen Unterhaltung, sie ist auch ein Mittel der Analyse, der Einordnung und der Kritik. Das Stilmittel der Ironie wird von Künstlerinnen und Künstler eingesetzt, um gesellschaftliche Verhältnisse zu kritisieren, die Politik zu hinterfragen und Darstellungen so zu überspitzen, dass sich dem Betrachter ganz neue Sichtweisen eröffnen.
Der intelligente Wortwitz der Künstler und Künstlerinnen, ihr nicht gerade ernster Umgang mit der Warenwelt oder Bildern aus der Kulturgeschichte und ihre Entdeckerfreude bieten oftmals unerwartete Lösungen zwischen feinsinnigen Kommentaren und bissigem Spott.

Aus insgesamt über 2.400 eingereichten Beiträgen stellen die Kuratoren derzeit ein Festivalprogramm zusammen, das darüber hinaus aber auch die ganze Bandbreite aktuellen Medienschaffens zeigt. Newcomer und arrivierte Künstler finden hier eine Plattform für ihre neuesten Positionen.

Das Filmprogramm wird in diesem Jahr erneut von einer vierköpfigen Auswahlkommission kuratiert: Ralf Sausmikat vom EMAF stehen hierbei die freien Kuratorinnen Joke Ballintijn aus den Niederlanden und Stefanie Plappert aus Frankfurt sowie Sebastiaan Schlicher, niederländischer Künstler, zur Seite. Sie stellen ein abwechslungsreiches Programm aus Kurz- und Langfilmen, Musikclips und Dokumentationen zusammen.

 

 

 


Die von Hermann Nöring und Ralf Sausmikat kuratierte Ausstellung, deren Hauptteil vom 22. April bis 25. Mai 2015 in der Kunsthalle Osnabrück zu sehen ist, verteilt sich während des Festivals über verschiedene Orte in der Osnabrücker Altstadt. Unter anderem zeigt die Ausstellung Positionen von Emily Vey Duke & Cooper Battersby (CAN), Phil Collins (GB), Annette Hollywood (D), Paolo Cirio (IT), Istvan Kantor (CAN), Egill Saebjörnsson (ISL), Georg Klein (D),  Roee Rosen (ISR), Christian Falsnaes (DAN), Christian Jankowski (D), Meggie Schneider (D) und Marcello Mercado (BRA/D). Darunter Licht- und Klangkunst, Videoprojektionen und Objekte zum Thema „Ironie als subversive Intervention“.

Auch in der von Alfred Rotert organisierten Konferenz des Festivals wird das Thema der Ironie eine Rolle spielen. Darüber hinaus gibt es aber auch Vorträge und Diskussionen zu anderen relevanten Themen der Medienkunstszene.

Der studentische Bereich des Festivals, der Media Campus, zeigt neben diversen Filmprogrammen auch verschiedene Installationen studentischer Künstler im Rahmen der Ausstellung. Hierbei kooperiert das EMAF in diesem Jahr speziell mit der Kunsthochschule für Medien, Köln (KHM), der Kunstakademie Münster, der Universität Osnabrück (Fachbereich Kulturwissenschaften) und der Hochschule Osnabrück (Studiengang „Media & Interaction Design“).

Mit Bildmaterial und bei weiteren Fragen hilft Kerstin Kollmeyer unter presse(at)emaf.de.

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