European Media Art Festiaval Osnabrück 18.-22. April 2012

Kongress 

Mapping Media

Eine kritische und spannende Auseinandersetzung mit der aktuellen Medienkunst und -kultur bietet der Kongress. Welche Veränderungen und Chancen ergeben sich für die Künstler im Zeitalter von "Crowdsourcing", "Crowdfunding" und "Crossmedia", was ist die aktuelle Rolle der Medien im politischen Prozess in Ägypten und welche Strategien können gegen die Medienoligarchen google und Co entwickelt werden. Diese und andere Fragen und künstlerische Positionen werden vorgestellt und diskutiert.

Yannick Jacquet aka LegomanYannick Jacquet aka Legoman

Mécaniques Discursives: Projection Mapping - Video im Raum

Yannick Jacquet (Legoman, AntiVJ)

Yannick Jacquet, Videokünstler aus Brüssel und Mitglied der Gruppe AntiVJ präsentiert Arbeitsweisen und Hintergründe zu seiner Mapping-Installation MECANIQUES DISCURSIVES (zu sehen in der Kunsthalle). Gemeinsam mit dem Graveur Fred Penelle hat er für die In Situ Arbeit neue Umsetzungen der raumbezogenen Videoprojektion entwickelt, die für jeden Präsentationsort angepasst werden und so jeweils eigenständige Werke ergeben.

 

Darüber hinaus präsentiert Yannick Jacquet die Ergebnisse des Workshops "Projection Mapping" vom Vortag.

26. April 2013, 13:00 im Haus der Jugend

Crowdsourcing Design: The Good, the Bad and the Ugly

Florian Alexander Schmidt

Einst nur ein Buzzword unter vielen hat sich "Crowdsourcing" zu einer rapide wachsenden globalen Industrie entwickelt. Die Schwarmauslagerung zu Hungerlöhnen greift um sich und die Vielfalt der teils kuriosen oft bedenklichen Projekte verlangt nach einer differenzierten Analyse und Kritik. Design-Forscher Florian Alexander Schmidt untersucht die ethischen und ästhetischen Abgründe und Lichtblicke der Branche mit besonderem Augenmerk auf das "Crowdsourcing" im Design.

26. April, 14:00 h im Haus der Jugend

Florian Alexander SchmidtFlorian Alexander Schmidt
Karsten Wenzalaff - ikosomKarsten Wenzalaff - ikosom

Crowdfunding: was es ist und was es bringt!

Moderation: Tania Breyer, Alfred Rotert
Impulsreferat: Karsten Wenzlaff, ikosom - Institut für Kommunikation und soziale Medien

"Crowdfunding" als alternative Finanzierungsform für Künstler, Filmemacher und andere kreative Projekte ist derzeit ein viel diskutiertes Thema. Wie genau die Methode des "Crowdfunding" über die neuen Plattformen funktioniert, welche Vor- und Nachteile damit verbunden sind, wird in einem Impulsreferat dargestellt. Weitere Künstler, die bereits Projekte über "Crowdfunding" realisiert haben, werden ihre Projekte vorstellen und ihre praktischen Erfahrungen mit dieser Finanzierungsform vermitteln. Diese sind:
Eva Schwegler - Päng Magazin
Sebastian Fleitner - Künstler und Initiator von "The Electric Hotel" für das er den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland in Gold erhielt
Holger Schwetter - Musikwissenschaftler, Mitarbeiter im Kernteam zur Gründung einer neuen Musikverwertungsgesellschaft, der Cultural Commons Collecting Society (C3S)

Eine Kooperation des EMAF mit Tania Breyer von der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung.

26. April, 15:30 h im Haus der Jugend

In Memoriam Heiko Daxl 1957-2012

MEDIA IN MOTION

Ingeborg Fülepp

Das Programm präsentiert Arbeiten von Heiko Daxl und Ingeborg Fülepp, die 1990 gemeinsam das Label Media in Motion gründeten. Von dieser Zeit an arbeiteten sie gemeinsam als Künstler und Kuratoren an verschiedenen Medienkunst-Projekten.
Heiko Daxl war einer der Mitbegründer, Organisatoren und Kuratoren des Experimenatlfilm Workshop e.V und des European Media Art Festivals.

KroatienKreativ 2013

Programm:

Apeiron
D 2009, 2:38, Heiko Daxl

Le Cinéma - Le Train
D 2003, 14:00, Heiko Daxl

Changes, Songs and Inbetweens
D/HR 2004-2008, 14:00, Ingeborg Fülepp & Heiko Daxl

AVANT / GARDE / ROBE
D 2001-2003, 5:00, Ingeborg Fülepp & Heiko Daxl

26. April, 17:45 h im Haus der Jugend

Heiko Daxl: "Apeiron"Heiko Daxl: "Apeiron"
Igor ŠtromajerIgor Štromajer

Omissive Art a=tF²

Igor Štromajer

 

Seit 1989 zeigte Igor Štromajer (aka Intima) seine Arbeiten in mehr als 120 Ausstellungen in 60 Ländern und erhielt zahlreiche Preise. Seine Arbeiten sind u.a. in den Sammlungen Centre Pompidou, Paris; und Reina Sofía, Madrid, zu sehen.
In seiner Lecture beschreibt Igor Štromajer seine radikale Position der "Unterlassungskunst" und bezieht sich auf sein Projekt "Expunction: deleting net art" in dem dargestellt ist, welche seiner Projekt er aus dem Netz entfernt hat.

"Omissive Art (Unterlassungskunst) ist ein aktiver kreativer Prozess des Passivseins. Die radikalste künstlerische Aktion, die ein Künstler heute unternehmen kann, ist die, etwas nicht zu tun. Deshalb ist es mein Ziel, keine Kunst zu erstellen. Damit meine ich Kunst zu machen, indem sie nicht produziert wird. Der einzige künstlerische Wert meiner Kunst ist die Abwesenheit von Kunst. Deshalb sage ich: Make love, not art!"

27. April, 13:00 im Haus der Jugend

3D-Printing

Niels Boeing & Axel Sylvester / Fablab Hamburg

Makers allerorten, 3D-printing für die Massen – ein neuer Hype ist da. Doch es geht um mehr: um neue Orte der Produktion in der Stadt, um eine neue Form von Produktion. Fab Labs sind solche Orte, an denen Produktion, technische Bildung und Kunst auf ganz neue Weise zusammenkommen. Fab Labs sind der Keim einer neuen Infrastruktur, die Hightech für alle bietet. Motto: Die Stadt ist unsere Fabrik!

27. April, 14:00 h im Haus der Jugend

Fabulous St. PauliFabulous St. Pauli
Hala GalalHala Galal

The role of media in Egypt in present time

Hala Galal

Hala Galal ist eine ägyptische Filmemacherin und kulturpolitische Aktivistin. "Women Chit Chat" gehört zu den bekanntesten ihrer insgesamt 18 Filme. Sie setzen sich vor allem mit Gender-Fragen und sozialen Themen auseinander. Als Produzentin von 15 weiteren Filmarbeiten engagiert sie sich für unabhängige Kulturszenen und als Mitglied des Filmkomitees im "Higher Council of Culture" hat sie am Diskussionsprozess in den staatlichen Kulturstrukturen des Landes mitgewirkt.
Hala Galal ist Geschäftsführerin der unabhängigen Filminitiative "Semat Production and Distribution" und zählt zu den aktivsten Diskutantinnen zu Themen wie Reform der Kulturpolitik und Demokratisierung der ägyptischen Gesellschaft nach den Revolten. Sie ist Gast auf zahlreichen internationalen Konferenzen und Podien.

27. April, 15:00 h im Haus der Jugend

Webformate, Games, App's: Interaktives Erzählen in den Neuen Medien

Ein Werkstattbericht der Gebrüder Beetz Filmproduktion / Tanja Schmoller

Die Medienwelt ist nicht dabei sich zu verändern – sie hat sich in den letzen 20 Jahren bereits komplett verändert: Mit dem Internet ist das neue Leitmedium entstanden, die Games-Industrie setzt längst mehr um als die globale Filmindustrie und Film & Fernsehen wird heute anders konsumiert – Stichwort Second Screen.
Vor dem Hintergrund dieser Veränderungen hat die GBF vor fünf Jahren angefangen sich mit den erzählerischen Möglichkeiten der Neuen Medien auseinanderzusetzen und hat diverse Projekte konzipiert und umgesetzt. In einem Werkstattbericht stellt Cross-Media-Producerin Tanja Schmoller zwei erfolgreich abgeschlossene Projekte vor und gibt Einblick in die Finanzierung, das Storytelling und die Auswertung der Projekte.

Vorgestellt werden die Projekte Farewell Comrades! Interactive und Empire Me – Der Staat bin ich! sowie ein kurzer Einblick in die aktuellen Projekte der GBF zum Wagner-Jubiläum im Mai 2013.

27. April, 16:00 h im Haus der Jugend

Tanja SchmollerTanja Schmoller
Johannes P Osterhoff, Foto: Anke Madelaine JäckelJohannes P Osterhoff, Foto: Anke Madelaine Jäckel

Google, iPhone live & Dear Jeff Bezos

Johannes P. Osterhoff

Im Rahmen von drei Ein-Jahres-Performances veröffentlicht der Interface-Künstler Johannes P. Osterhoff exemplarisch seine Nutzung der Google-Suche (2011), seines iPhones (2012–2013) und seines Kindle (2013–2014). Die normalerweise exklusiven, den Betreibern und Benutzern vorenthaltenen, Informationen werden jeweils live im Web veröffentlicht und so für jedermann zugänglich. In seinem Vortrag berichtet Osterhoff von aktuellen "Controlled Consumption Interfaces" und zeigt, was passiert, wenn man sie entgegen der beabsichtigten Nutzung verwendet und welche Verhaltensweisen sich durch die rigorose Offenheit einstellen.

27. April, 17:00 h im Haus der Jugend

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